Familientage in Weyer, 2015
Eine große Bandbreite
an Initiativen in allen Bereichen der Gesellschaft.
Foto: Fokolar-Bewegung

Entstehung und Entwicklung

Die Fokolar-Bewegung ist eine in 182 Ländern vertretene Bewegung von Menschen, die sich für Einheit und Geschwisterlichkeit engagieren. Sie ist 1943 in Trient entstanden und wird zu den christlichen Aufbruchsbewegungen des 20. Jahrhunderts gerechnet. Ihre Ursprünge liegen in der katholischen Kirche, doch engagieren sich in der Bewegung inzwischen Christen aller Kirchen. Außerdem fühlen sich ihr Menschen anderer Religionen und nichtreligiöser Weltanschauungen (zugehörig) verbunden. Die Schwerpunkte der Fokolar-Bewegung liegen deshalb sowohl im gesellschaftlich-sozialen, als auch im kirchlich-religiösen Bereich.
So entstand eine große Bandbreite von Initiativen: im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit, der Familienarbeit, im Engagement für ausgegrenzte und benachteiligte Menschen, in der Flüchtlingsarbeit, im ökumenischen und interreligiösen Miteinander. Durch das internationale Netzwerk der Bewegung können Hilfsmittel und Projektgelder zielgerichtet eingesetzt werden.
Die Fokolar-Bewegung entwickelt und fördert eigene Plattformen des Dialogs u. a. im Bereich der Politik, der Wirtschaft, der Kunst, der Pädagogik, der Medien. Weltweit unterhält sie 63 Schulungszentren und 35 Modellsiedlungen. Ende 2007 wurde in der Siedlung Loppiano in der Nähe von Florenz die Universität SOPHIA gegründet, die seit Oktober 2008 Masterstudien in „Grundlagen und Perspektiven einer Kultur der Einheit“ anbietet.
Mit zwei ihrer Sektionen (New Humanity und AMU = Azione Mondo Unito) arbeitet die Fokolar-Bewegung als NGO (Nichtregierungsorganisation) bei der UNO. Außerdem ist sie Mitglied in der WCRP - World Conference of Religions for Peace.
Die Gründerin der Fokolar-Bewegung, Chiara Lubich, wurde mit zahlreichen Auszeichnungen – u.a. von der UNESCO und dem Europarat - für ihren Einsatz gewürdigt. Sie starb am 14. März 2008. Im Juli 2008 wählte die Generalversammlung für sechs Jahre Maria Voce zur 1. Präsidentin und Giancarlo Faletti zum Co-Präsident. 2014 wurde Maria Voce für weitere sechs Jahre wiedergewählt. Als Co-Präsident rückte der Spanier Jesùs Moran nach.