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Hubert Schulze Hobeling

Erika J. Chopich hat zusammen mit Margaret Paul ein Buch geschrieben. Der Titel: „Aussöhnung mit dem inneren Kind“. Meine Schwester Anne hat mir dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Das war kurz vor ihrem Tod. Zu einem Zeitpunkt also, wo es um wirklich wichtige Dinge geht.

Es hat einen Moment gedauert, bis ich intensiver darin gelesen habe. Eines Tages bin ich an einer Aussage hängen geblieben. „Wenn Sie in der zweiten Lebenshälfte glücklich sein wollen“, stand da geschrieben, „leben Sie Ihre Leidenschaft.“

Es begannen Tage, in denen ich überlegte. Wofür schlägt mein Herz? Für meine Beziehung. Für meinen Beruf. Keine Frage. Aber Leidenschaft? Ich war ernüchtert, dass ich darauf keine klare Antwort fand. Also ging ich zurück in meinem Leben Jahr für Jahr. Es dauerte nahezu eine Woche. Ich saß im Auto und wartete an einer roten Ampel. Auf einmal war alles klar.

Dieses Glückgefühl stammt aus einer Zeit, als ich 17 war. Nach einem Beinbruch, den ich mir auf einer Jugendfreizeit beim Skifahren in Steibis im Allgäu zugezogen hatte, stand meine aktive Fußball-Karriere vor dem Aus. Ich lebte auf einem Internat. Das Beste aus der Situation machen, hieß für mich, eine U15 Mannschaft zu trainieren. Das war eine wunderbare Erfahrung, gemeinsam durch Höhen und Tiefen zu gehen, wobei die Höhen eindeutig überwogen.

Meine Leidenschaft, ich hatte sie gefunden. Seither lebe ich sie. Ich habe einen guten Freund gefragt, der eine U17 trainierte, ob er Unterstützung gebrauchen könne. Er hat sie dankend angenommen. Schnell merkte ich, dass ich mit den Jungs gut klar komme, mir aber das Wissen fehlt, ballorientierten Fußball gut zu vermitteln. Also machte ich einen Trainerschein. Das ist nun drei Jahre her. Zur Zeit trainiere ich eine U17. 21 Jungs. Kreisliga A. Wir sind eine Trainerteam und insgesamt zu Viert. Die Jungs haben Ziele, wollen hoch in die Leistungsliga. Wir begleiten sie. Noch ist alles möglich.

Trainer sein bringt so viel Leben in mein Leben, in alle Bereiche beruflich wie privat. Ich bin sehr glücklich damit und dieses Glück verdanke ich meiner Schwester Anne und Erika J. Chopich, der US-amerikanischen Buchautorin. Geht es mir gut, merke ich, kann es auch den Menschen um mich herum gut gehen. Leidenschaftlich leben ist das, was mich beflügelt.

Was gibt es noch?

Osterwünsche

der Präsidentin der Fokolar-Bewegung

Christus ist auferstanden!

Familienbewegung

Hilfe für Kinder und ihre Familien!

Wir unterstützen "Patenschaften weltweit".

Eva-Maria Marold

Ich bin dabei, weil ich so bleiben kann, wie ich bin.

Andrea Reuter

Sopranistin

Ich bin dabei, weil Spiritualität etwas in Bewegung setzt.

Georg Bucher

KFZ-Mechatroniker

Ich bin dabei, weil ich gerne Plätzchen backe.