Anselm Grün / Michael Grün

Viele Menschen heute glauben eher der Naturwissenschaft als der Theologie. Doch gerade die heutigen Erkenntnisse der Quantenphysik und Kosmologie haben zu Veränderungen im Verhältnis von Physik und Theologie geführt.

Verständlich und leicht nachvollziehbar erklärt der Physiker Michael Grün zusammen mit seinem Bruder, dem Benediktinerpater und Theologen Anselm Grün, warum Physik und Theologie sich nicht widersprechen, sondern ergänzen.

Das Buch hat mein Gottesbild erweitert: Gott hat ein derart komplexes Universum geschaffen, dass mehr als die Hälfte der (sog. "dunklen") Materie des Kosmos von unseren Sinnen und unserer Physik nicht wahrgenommen werden kann. Die kürzlich entdeckten Gravitationswellen sind ein erstes Sensorium für diesen uns unbekannten Teil des Universums. Einen solchen Gott kann und möchte ich nicht mehr ausschließlich mit "Liebe" beschreiben, für mich ist als zweiter zentraler Begriff das „Geheimnis“ dazu gekommen. Gott ist für mich Geheimnis und Liebe.

Für die Lektüre des Buches ist nicht wichtig, dass man die beschriebenen klassischen physikalischen Experimente bis ins Kleinste versteht. Die Kernaussage wird klar: Theologie und Physik sprechen beide in Bildern und erheben nicht den Anspruch, die Wirklichkeit umfassend zu beschreiben. Die Physik fragt nach dem „Wie“, die Theologie nach dem „Was“ und sie benutzt dabei aktuelle physische – physikalische – Bilder aus der realen Welt.

Rudolf Pucher

128 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag, Vier-Türme-Verlag, ISBN 978-3-89680-954-4, 14,99 Euro

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