300 Waisenkinder aus dem Donbass gerettet

Mira Milavec ist Slowenin und seit knapp zwei Jahren im Fokolar in Kiew. Sie arbeitet bei Caritas Spes, einer Hilfsorganisation der katholischen Kirche in der Ukraine und hat mit ihren Kollegen gerade die Evakuierung von fast 300 Waisenkindern aus dem Donbass organisiert.

„Ich hätte nie gedacht, dass so etwas im 21. Jahrhundert noch möglich sein würde, wir alle sind erschüttert von dem, was wir hier gerade im Land erleben“, sagt die 42-Jährige.
Als die ersten Bomben fielen, war sie gerade in Odessa und wurde morgens um vier Uhr von ihrem Kollegen aus dem Bett geklingelt. Sie müssten sofort los, um die Kinder aus den Waisenhäusern im Donbass in Sicherheit zu bringen.

Fünf Stunden waren sie dann zunächst bis nach Kiew unterwegs mit Bussen von der Caritas, um mehr als 300 Kinder in ruhigere, sichere Gebiete zu bringen.
Mira und ihre Kollegen sind außerdem in engem Kontakt mit Caritas International, um auch materielle Hilfe schnell weiterzuleiten: Lebensmittel und auch finanzielle Unterstützung, damit die Menschen in Notlagen schnelle Hilfe bekommen: Für die Strom- und Wasserversorgung, für Heizung… „Wir bekommen schon jetzt finanzielle Unterstützung von vielen Seiten, wir spüren, dass wir nicht alleine sind, auch mir gibt diese Zuwendung und Unterstützung von so vielen Seiten Kraft, um weiterzumachen.“

Und dann geht es von Kiew aus weiter Richtung Westen, um die Kinder in sicherere Gebiete zu schaffen, denn auch Kiew ist nicht mehr sicher genug. Sie wechseln sich am Steuer ab und fahren die Nacht durch.
Inzwischen haben die Kinder erst mal eine neue Unterbringung gefunden, doch für viele Menschen auf der Flucht und in bedrohten Regionen ist Hilfe und Unterstützung nötig.


Unterkunft für Flüchtlinge aus der Ukraine im dialog.hotel.wien AmSpiegeln.

Schnelle Hilfe ist doppelte Hilfe: bereits am 3. März 2022 – eine Woche nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine, konnten die ersten Flüchtlinge (2 junge Mütter mit ihren Kindern) im dialog.hotel.wien Am Spiegeln untergebracht werden, dankbar für eine Dusche und warme Verpflegung. Tags darauf setzten sie ihre Reise fort.

Vermittelt wurde die Gruppe von der Caritas, die gemeinsam mit anderen sozialen Institutionen eine Kooperation mit der Hotellerie Wien (ÖHV) innehat.


Wer helfen möchte, kann das in Österreich inzwischen schon über viele Wege tun (Caritas, Rotes Kreuz, Nachbar in Not, Diakonie Katastrophenhilfe, usw.). Auch die Fokolar-Bewegung bietet den Weg über Mira und ihre Kollegen von Caritas Spes an.
Konto für Spenden: KENNWORT-UKRAINE

Herzlichen Dank und VergeltsGott.