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Gemeinsam auf dem Weg

61 Bischöfe aus vier Kontinenten zu Gast in der Steiermark

(Graz, 12.08.2019/th) 61 katholische Bischöfe, die der Fokolar-Bewegung nahestehen, verbrachten einige Tage der Einkehr und Besinnung auf Schloss Seggau bei Leibnitz. Mehr als 70 Jahre nach Entstehen der Fokolar-Bewegung, die in der katholischen Kirche beheimatet und sich stark im ökumenischen und interreligiösen Dialog engagiert, geht es bei den alljährlichen Bischofstreffen neben der Auseinandersetzung mit Texten der Gründerin Chiara Lubich auch um den Austausch über gesellschaftspolitische Fragen und Herausforderungen für eine Kirche in Gegenwart und Zukunft.

Koordiniert wurden die kirchlichen Würdenträger aus vier Kontinenten und 26 Ländern in diesem Jahr von Bischof Brendan Leahy aus Limerick (Irland). Am Programm standen neben dem persönlichen Austausch auch Gespräche mit der Präsidentin der Fokolar-Bewegung, Maria Voce, und Co-Präsident Jesús Morán, sowie ein Empfang beim Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl und eine Wallfahrt zur Schutzmantelmadonna von Ptujska gora (Slowenien).

Jesus in der Mitte

In ihrem Grundsatzreferat setzte sich Maria Voce mit einem Pfeiler der Spiritualität der Fokolar-Bewegung auseinander: Jesus in der Mitte, abgeleitet von der Verheißung Jesu „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Mt 18,20). Die beständige gegenseitige Liebe, die die Einheit und die Gegenwart Jesu in der Gemeinschaft ermöglicht, ist für die Angehörigen der Bewegung die Grundlage ihres Lebens in jedem seiner Aspekte.

Die Präsidentin spannte einen Bogen von den Kirchenvätern über TheologInnen der anderen christlichen Kirchen bis hin zur besonderen Charakteristik und Aufgabe der Fokolar-Bewegung, um diese besondere Gegenwart des Auferstandenen in der Kirche und der Gesellschaft von heute sichtbar zu machen. Christus hat diese seine Gegenwart nicht an bestimmte Menschen gebunden, er spricht nur von „zwei oder drei“. Einzige Bedingung ist die gelebte gegenseitige Liebe, also Sein Neues Gebot „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe“ (Joh 15,12).

Gemeinsamkeiten von Religion und Politik

Ein Empfang beim Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl bot den Bischöfen Gelegenheit, die steirische Landeshauptstadt besser kennenzulernen. Dabei wurden Parallelen zwischen Politik und Religion gezogen: „Wir haben ja die selbe ‚Kundschaft‘: Menschen, die bei uns und unter uns leben. Mit all ihren Wünschen, Interessen und Bedürfnissen. Unser Ziel ist, dass das Miteinander und die Gemeinschaft gelingen“, betonte Bürgermeister Nagl.

Pressestelle Diözese Graz-Seckau,
Tamara Häusl, MA

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