Hall in Tirol: Anerkennung für Interkulturellen Frauentreff

Die Stadt Hall in Tirol ehrt jedes Jahr Bürger und Bürgerinnen, die sich für das Gemeinwohl der Stadt einsetzen.
Heuer waren 9 Personen (5 Frauen und 4 Männer) eingeladen, die Ehrenmedaille für ihren Einsatz entgegen zu nehmen. Darunter Hermine Schmölz von der Initiative „Interkultureller Frauentreff“ für ihr Engagement für ein friedvolles und respektvolles Miteinander zwischen den verschiedenen Kulturen.

Wie ist die Idee dazu entstanden?

Seit 15 Jahren treffen sich in Hall in Tirol monatlich Frauen aus verschiedensten Kulturkreisen und unterschiedlichen Weltanschauungen.

Von einem Bericht in der Fokolare-Zeitschrift „Neue Stadt“ vom interreligiösen Frauenfrühstück in Neutraubling bei Regensburg war Hermine Schmölz (eine Katholikin) total begeistert. In der Kleinstadt Hall in Tirol sind Menschen aus ca. 70 Nationen ansässig. Da auch viele Migrantinnen seit Jahren dort leben und arbeiten, aber mit Einheimischen wenig Kontakt haben, trug Hermine sich mit dem Gedanken einen Begegnungsort zu schaffen.
Ein Leserbrief von Frau Renate Wetjen (evangelische Christin) ermutigte Hermine mit ihr in Kontakt zu treten. Durch die Begeisterung der Beiden bildete sich ein Team aus Frauen unterschiedlicher Religionen, Weltanschauungen und Kulturen.

So entstand der interkulturelle Frauentreff als wichtiger Baustein zur Integration und zum interreligiösen Dialog. Es herrscht eine offene, herzliche und fröhliche Atmosphäre, jede Frau soll sich angenommen und respektiert fühlen unabhängig von sprachlichen Barrieren, von Herkunft, Alter, Aussehen, mit oder ohne Kopftuch… Durch gemeinsames Tun entstehen Beziehungen und Freundschaften, manche dauern schon über Jahre.

Die Basis des Zusammenseins ist die „Goldene Regel“, die es in fast allen Religionen und Kulturen gibt: „Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.“

Die Termine für der Begegnungen werden in der Stadtzeitung veröffentlicht, wodurch ein breiterer Kreis erreicht wird. Seit Kurzem werden auch Soziale Netzwerke benützt, jedoch am Wichtigsten sind die persönlichen Einladungen und Kontakte.
Der interkulturelle Frauentreff bietet jedesmal einen Themenschwerpunkt, zB. Gesundheit, Frauenthemen, Erziehung, Migrationsthemen, Basteln, Spielen, Yoga, Tanzen, …

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