Foto: focolare.org

Syrien - Stop Embargo

New Humanity, eine NGO der Fokolar-Bewegung, proklamiert eine Petition für den Frieden in Syrien.Inzwischen (Stand 20.5.) haben über 15.700 Personen unterschrieben.

Der Appell ging an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, an die Kommission und das Europäische Parlament. Viele politische, zivile und religiöse Autoritäten schließen sich an.

"Wir fordern eine Aussetzung der Wirtschaftssanktionen gegen die syrische Regierung, damit die Bevölkerung Zugang zu internationalen Märkten und Finanzdienstleistungen bekommt, um medizinische Versorgung und Gelder zur Verteidigung gegen das COVID-19-Virus zu erhalten".

Dies ist die Kernaussage des Appells von New Humanity als Antwort - in erster Linie - auf den Schrei des syrischen Volkes, das bereits im zehnten Jahr des Bürgerkriegs ist und nun stark von der Pandemie betroffen ist, die auch dieses Land erreicht hat.

Aber das ist noch nicht alles: zum Schrei des Volkes gesellen sich die Stimmen von Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. Vor einigen Tagen die Botschaft von Antònio Guterres, UNO-Generalsekretär, unter der Bedingung, dass wir alle vereint den gemeinsamen Feind bekämpfen: "Das Virus interessiert sich nicht für Nationalitäten, ethnische Gruppen, religiöse Überzeugungen. Es greift uns alle an, unterschiedslos. Unterdessen wüten bewaffnete Konflikte in der Welt. Und es sind die Schwächsten - Frauen und Kinder, Menschen mit Behinderungen, Ausgegrenzte, Vertriebene -, die den Preis zahlen, viel Leid und verheerende Verluste wegen Covid-19 riskieren".

"Hunderte von humanitären Appellen wurden für Syrien eingereicht - erklärt Marco Desalvo, Präsident der NGO - aber jetzt befinden wir uns in einer außergewöhnlichen Lage. Während Corona uns alle in gleichem Maße verwundbar macht, ist die Antwort, die unsere Staaten geben können, sehr uneinheitlich. Wir haben diesen Appell an den Generalsekretär der Vereinten Nationen und an die europäischen Institutionen verfasst, um die zumindest vorübergehende Aussetzung des Embargos für alle medizinischen und finanziellen Transaktionen zu fordern, damit Syrien sich mit Medikamenten und medizinischem Material versorgen kann“.

"Dieser Appell geht nicht auf die Vorzüge der verschiedenen politischen Positionen ein“ - erklärt die ehemalige Abgeordnete des italienischen Parlaments, Lucia Fronza Crepaz, unter den Befürwortern des Appells - „im Gegenteil, er will über die Parteien hinausgehen, da das Ziel, die syrische Zivilbevölkerung zu schützen, über jede politische oder ideologische Orientierung hinausgeht".

Dem Appell schlossen sich bereits mehrere Exponenten des politischen, akademischen, wissenschaftlichen, religiösen und zivilen Lebens in Italien und der ganzen Welt an, wie Romano Prodi, der Unterstaatssekretär für Arbeit und Sozialpolitik, Sen. Steni Di Piazza, Patrizia Toia und Silvia Costa, d. Luigi Ciotti, Gründer der Gruppo Abele Onlus und LIBERA, Giovanni Paolo Ramonda, Generaldirektor der Vereinigung Papst Johannes XXIII. (APG23), Michel Veuthey, Professor für internationales Recht an der Webster University (Schweiz), Andreas Olivero, Präsident emeritus ACLI, Cornelio Sommaruga, ehemaliger Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, P. Bahjat Elia Karakash, OFM, Oberer der Franziskaner in Damaskus (Syrien).

Unterzeichnen auch Sie den Appell: --->change.org